Özer-Nachfolge schnell geklärt: Willinghusens Maxwell Phelps neuer Coach beim SV Hamwarde

Noch trainiert Maxwell Phelps den Willinghusener SC. Ab Sommer zieht es ihn aber zum Konkurrenten SV Hamwarde. Foto: Herzog

Am Wochenende trafen der SV Hamwarde und der Willinghusener SC in der Kreisliga 3 aufeinander. Es war letztlich eine ganz deutliche Angelegenheit: Der SVH feierte an der heimischen Mühlenstraße einen ungefährdeten 6:0-Erfolg. Luca Pisano, Benjamin Hoops und Torben Dethof waren allesamt doppelt erfolgreich. Neuzugang Tjark Schuhhardt (kam vom Düneberger SV) gab zudem sein Debüt. Bei den Hamwardern lief während der Partie alles bestens. Und nach dem Spiel gab’s noch mehr zu feiern. Denn die Nachfolge vom zum ETSV Hamburg wechselnden Coach Erdinc Özer ist geklärt. Maxwell Phelps wird ab Sommer die Einheiten des SVH leiten. Kurios ist derweil der Zeitpunkt der Bekanntgabe des neuen Übungsleiters, denn Phelps trainiert aktuell ausgerechnet den WSC.

Phelps: „Ich war überzeugt und habe noch vor Ort zugesagt!“

Geplant war der Zeitpunkt der Verkündung ursprünglich anders. „Ich hatte zuvor nicht die Möglichkeit gehabt, meine Willinghusener Truppe zu informieren. Dass sie das der Hamwarder Mannschaft direkt nach dem Spiel verkündet haben, lag wohl daran, dass die Mannschaft wohl ein bisschen nervös geworden ist“, erklärt Phelps gegenüber BOLZJUNGS. Als er in der vergangenen Woche morgens von Özers Wechsel zu den „Eisenbahnern“ gelesen hatte, erwartete er bereits den Anruf von Hamwardes Vereinsoffiziellen und seinem langjährigen Freund Marco Sorge. „Wir haben in Wentorf und Börnsen zusammen gespielt, sehen uns privat bei Geburtstagen. Dort haben wir immer geflaxt, dass wir ja irgendwann einmal bei einem Verein zusammen arbeiten könnten. Ich dachte: Marco ruft mich sicher bis elf Uhr an“, erinnert sich Phelps. „Und um Viertel vor elf kam dann sein Anruf.“ Da zu dem Zeitpunkt bereits fest stand, dass der 54-Jährige und der WSC ab Sommer getrennte Wege gehen werden, signalisierte Phelps Interesse. Bei einem ob des zu dem Zeitpunkt noch ausgestandenen direkten Aufeinandertreffens seines alten und neuen Klubs geheimen Treffens wurden die Rahmenbedingungen abgeklärt. „Sie wollten mir noch eine Nacht Bedenkzeit geben. Ich war allerdings überzeugt und hatte noch vor Ort zugesagt“, so Phelps.

Der leidenschaftliche Übungsleiter freue sich auf das „Projekt Hamwarde“. Dort steht ihm in Horst Meier sein alter Co-Trainer aus seinen Zeiten beim TuS Aumühle-Wohltorf zur Seite. Auch in der allgemeinen Organisation, vor allem an Spieltagen, kann Phelps – anders als beim WSC – auf die Hilfe zahlreicher Menschen aus dem Klub bauen. Der neue SVH-Coach: „Die Rahmenbedingungen sind gut, die Unterstützung im Verein ist beim SVH gegeben. Der Kader verfügt über viel Potenzial und ‚Schoko‘ (SVH-Trainer Erdinc Özer, d. Red.) hat dort sehr gute Arbeit geleistet.“ Für Phelps schließt sich mit seinem Engagement in Hamwarde derweil ein Kreis. Vor 37 Jahren bestritt er als 17-Jähriger auf dem Platz des SVH als Stürmer von Eintracht Elbe sein erstes Herrenspiel. Im Sommer kehrt er dann als Trainer zurück an die Mühlenstraße.