Oststeinbeker SV: Yazici und Strauß kommen von Inter 2000, Michael Baaß wieder Liga-Obmann

So möchte Samet Yazici, hier im Trikot von Inter 2000, auch für seinen neuen Verein Oststeinbeker SV jubeln. Foto: Herzog

Seit dem Pokalspiel gegen den SV Altengamme und der anschließenden Berichterstattung rund um die vier Platzverweise wurde es still beim Oststeinbeker SV. Kein Beitrag mehr auf der Facebook-Seite, kein Bericht mehr auf der Homepage und kein neues Bild auf dem Instagram-Profil der „OSV-Liga“. Diese mangelnde Präsenz auf den verschiedenen Plattformen lässt sich mit dem Rücktritt von Pressesprecher Mathias Reß erklären, der für die Öffentlichkeitsarbeit rund um die erste Mannschaft zuständig war. Und aus diesen Ereignissen haben die Verantwortlichen bei Bezirksligisten nun ihre Schlüsse gezogen. Am Donnerstagabend saß der Liga-Ausschuss des Oststeinbeker SV zusammen und hat weitere Entscheidungen getroffen.

Michael Baaß ist ab sofort wieder Liga-Obmann des OSV. Foto: Reß

Für den zurückgetretenen Reß wird sich ab sofort Henrik Bagdassarian um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Diese wird sich in Zukunft nur noch auf die eigene Homepage und die Stadionzeitung begrenzen. Sowohl die Facebook-Seite als auch das Instagram-Profil wurden gelöscht. „Nach dem Shitstorm rund um das Altengamme-Spiel haben wir gemerkt, dass das sinnlos ist und dass wir das nicht mehr wollen. Wir präsentieren uns nur noch über unsere Homepage. Und wer Interesse an uns hat, kommt vorbei“, erklärt Michael Baaß die Maßnahmen. Des Weiteren wurde auf der Sitzung die Nachfolge des Liga-Obmanns geregelt. Diesen Posten hatte Reß ebenfalls inne. Diese Aufgaben übernimmt ab sofort wieder Michael Baaß, der dieses Amt bereits bis Ende November 2018 bekleidete und damals auf eigenen Wunsch kürzer trat. Nun also die Rückkehr. „Wir hatten eine sehr positive Sitzung, aus der sich ergeben hat, dass wir als Team funktionieren. Ich persönlich habe in der Winterpause Kraft getankt und greife jetzt wieder voll an“, erklärt der neue alte Liga-Obmann.

„Erster werden und aufsteigen“: Der OSV geht mit einem klaren Ziel in die Restserie

Timo Strauß (re.) hier im Trikot vom FC Bergedorf 85, schließt sich per sofort dem OSV an. Foto: Herzog

Im Gegensatz zu den neuverteilten Posten rund um die Mannschaft hat sich bei der Zielsetzung für die restlichen zehn Partien nichts verändert. „Erster werden und aufsteigen“, entgegnet Baaß auf die Frage, wie die Ziele aussehen. Aktuell hat der OSV als Spitzenreiter (41 Punkte) drei Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten ASV Hamburg (38 Punkte). Um dieses Vorhaben zu realisieren, hat der Tabellenführer in der Winterpause einige Veränderungen im Kader vorgenommen. Neben den bereits bekannten Neuzugängen Josef Oshoffa, Ridvan Akdemirci (FC Elazig Spor, s. Transferticker vom 14.01.19), Nico Fischer und Ilir Aliu (beide MSV Hamburg, s. Transferticker vom 21.01.19) wechseln auch Abwehrspieler Timo Strauß und Stürmer Samet Yazici an den Meessen. Die beiden Akteure kommen vom Landesligisten Inter 2000 und waren in der Saison 2017/18 beim FC Bergedorf 85 aktiv. Hinzu kommt mit Mario Holleitner ein weiterer Neuzugang, der sich durch einen Zufall ergeben hat. „Mario ist Kellner im Restaurant, wo wir unsere Weihnachtsfeier verbracht haben. Da hat er uns angesprochen und mittrainiert. Und nun gehört er zum Kader“, erklärt Baaß.

Diesen sieben Zugängen stehen mit Danny Qasem (Barsbütteler SV, s. Transferticker vom 30.01.19), Marcel Meyer (HSV Barmbek-Uhlenhorst, s. Transferticker vom 31.01.19), Hamza Mokkedem und Kevin Lauppe vier Abgänge gegenüber. Deniz Herber, Mike Meyer und Bryan Reinecke bleiben dem OSV als „Stand-by-Spieler“ erhalten. „Alle drei sind beruflich eingespannt. Wenn sie Zeit haben, kommen sie vorbei. Sie wollten alle drei die Spielberechtigung bei uns behalten und keinen neuen Verein suchen“, erklärt Baaß. Auch ohne die Abgänge und die „Stand-by-Spieler“ haben die Oststeinbeker in ihrem ersten Testspiel 2019 für ein Torfestival gesorgt. Gegen den Süd-Bezirksligisten Vorwärts Ost gewann die Mannschaft von Übungsleiter Gottschling am vergangenen Freitag sage und schreibe 21:0 – auch Kellner Holleitner trug sich in die Torschützenliste ein. „Auf der einen Seite haben wir gegen einen Gegner gespielt, der zu dem Zeitpunkt noch nicht trainiert hatte und somit früh die Luft weg war. Auf der anderen Seite hat unsere Truppe Zauberfußball gespielt, jedes Ding rein gemacht und auch Dinger die nicht gehen, haben wir rein gemacht“, erläutert Liga-Obmann Baaß das Torfestival. Für den OSV, der seit dem 28. Januar wieder im Training ist, stehen noch vier weitere Testspiele auf dem Programm. Heute Abend in Rahlstedt gegen den BFSV Atlantik 97 (19.30 Uhr, Scharbeutzer Straße), am nächsten Dienstag gegen den Landesligisten SV Eidelstedt (19.30 Uhr, Meessen), am nächsten Freitag gegen die TuS Dassendorf (15.02., 19.30 Uhr, Meessen) und am 22. Februar gegen Nikola Tesla (19.30 Uhr, Meessen).