Personalkarussell beim Barsbütteler SV: Fünf kommen, sieben gehen und Trainerverbleib ungewiss

Ob Zoran Nestorovic (re.) und Murat Gülec (li.) auch in der nächsten Saison das Sagen beim Barsnütteler SV haben, ist noch ungewiss. Foto: Herzog

Dass der Barsbütteler SV die Wechselperioden für große Veränderungen in seinem Kader nutzt, ist spätestens seit der Transferfrist im vergangenen Sommer bekannt. Damals verließen sieben Spieler den BSV und neun neue Akteure kamen hinzu. Und auch in diesem Winter wurde ordentlich am Barsbütteler Personalkarussell gedreht. Mit Torwart Can Tüfekci (Nikola Tesla), Abwehrspieler Mert Delireisoglu (SC Vorwärts-Wacker 04 Billstedt) sowie den Offensivspielern Nazmi Mislimi (Klub Kosova), Danny Qasem (Oststeinbeker SV, s. Transferticker vom 30.01.19) und Joseph Möller (zuletzt pausiert, davor TSV Sasel II) hat sich der Bezirksligist gleich fünffach verstärkt.

Einer von sieben Abgängen: Jannik Krienke wechselt zum SV Börnsen II. Foto: Herzog

Dem gegenüber stehen mit Sven Cämmerer (pausiert), Melvin Hübner (Rahlstedt III), Jelger Finnern (pausiert), Jannik Krienke (SV Börnsen II, s. Transferticker vom 18.01.19), Timo Böge (eigene Zweite), Nico Harms (Condor II) und Alexander Grünert (studiert in Braunschweig) gleich sieben Abgänge. Nach diesen Veränderungen umfasst der Kader 27 Spieler. „Wir sind froh, dass wir erfahrene Leute dazu bekommen haben. Dadurch erhoffen wir uns einen qualitativen Fortschritt“, betont BSV-Coach Zoran Nestorovic, der zusammen mit Murat Gülec die sportlichen Geschicke am Soltausredder leitet. „Wir haben uns verstärkt und hoffen, dass wir zur Rückrunde besser starten können und uns die Neuzugänge voranbringen“, ergänzt Gülec. Die Transferaktivitäten sind somit für den Winter abgeschlossen.

Der Blick geht schon auf die kommende Saison – Sind Nestorovic und Gülec dann noch an Bord?

Sind ab sofort Teamkameraden: Danny Qasem (li.), hier noch im Trikot des Oststeinbeker SV, und André Grosche-Müller. Foto: Herzog

Nach 19 Partien steht der Barsbütteler SV aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz und spielt eine solide Saison. So stand der BSV noch nicht einmal schlechter dar, als auf dem achten Platz. Zum Saisonstart belegten die Barsbütteler den dritten beziehungsweise den vierten Platz. Gegen den Tabellenführer Oststeinbeker SV konnten die Barsbütteler sowohl im Hin- als auch im Rückspiel ein 2:2-Unentschieden einfahren. Seit dem 28. Januar befinden sich die Schützlinge von Nestorovic und Gülec wieder im Training. Doch bei den Zielen für die restlichen Partien halten sich die beiden Übungsleiter eher zurück und blicken schon auf die kommende Spielzeit. „Wir wollen konstanter Fußball spielen und die Weichen für die nächste Saison stellen“, erklärt Gülec. So sieht es auch sein Trainerkollege. „Wenn man ehrlich ist, sind wir von Gut und Böse weit weg und basteln mehr oder weniger schon für die neue Saison“, blickt Nestorovic voraus.

Und ob dann auch die beiden Trainer noch am Soltausredder das Sagen haben, ist aktuell noch nicht sicher. Entgegen eines Berichts der Stormarn-Ausgabe des Hamburger Abendblatts vom 18. Januar, dass das gleichberechtigte Duo bereits bis zum 30. Juni 2020 zugesagt habe, ist dies aber noch nicht geschehen. „Der aktuellste Stand ist, dass die Gespräche zwischen den beiden Trainern und dem Vorstand über eine Verlängerung laufen. Genaueres ist aber noch nicht festgelegt“, erklärt Spieler Marvin Ganschow, der beim BSV für die Pressearbeit zuständig ist. Eine Entscheidung dürfte laut Ganschow in den kommenden Wochen fallen. Trotz der noch unklaren Trainersituation bereiten sich die Barsbütteler auf die Restserie vor und haben die ersten drei Testspiele bereits absolviert. Auf einen 13:1-Sieg gegen den SC Osterbek (Kreisklasse 8) folgte ein 2:2 gegen den Kreisligisten TuS Berne II. Am gestrigen Freitagabend besiegte der BSV nach Treffern von Serkan Uzun und Mücahid Kirdi den Süd-Bezirksligisten Juventude do Minho mit 2:1. Vor dem Punktspielstart gegen den Abstiegskandidaten TSV Wandsetal am 01. März (19.30 Uhr, Hinterm Garten 2) stehen in den kommenden Wochen noch fünf weitere Vorbereitungsspiele, unter anderem gegen den Landesligisten TuS Berne, auf dem Programm.