René Johannsen erster SVA-Neuzugang: „Ich weiß, was das in Altengamme für ein geiler Haufen ist!“

Rene Johannsen war beim SCVM Vize-Kapitän. Im Sommer zieht es den Innenverteidiger zum SV Altengamme. Foto: Herzog

Im Zuge der Verkündung diverser hochkarätiger Neuzugänge wie Oliver Kunkel (SC Vorwärts/Wacker Billstedt), Moritz Kühn (SV Börnsen) oder Tobias Kehr (TSV Glinde) bestätigte Olaf Poschmann, Trainer des SC Vier- und Marschlande, im vergangenen Sommer auch den Zugang von René Johannsen. Der Innenverteidiger rückte aus der vereinseigenen zweiten Herren (Bezirksliga Süd) zur „Ersten“ aus der Bezirksliga Ost auf, um diese beim Kampf um den als Ziel ausgegebenen Aufstieg zu unterstützen. Der Coach betitelte Johannsen gegenüber BOLZJUNGS damals als „eine absolute Waffe im Defensivbereich“ – und sollte damit Recht behalten. Der lange Blondschopf spielte bislang eine starke Saison und sich somit in den Fokus höherklassiger Vereine. Nun hat sich der Landesligist und Deichnachbar SV Altengamme den 28-Jährigen, der beim SCVM binnen kürzester Zeit zum Vize-Kapitän avancierte, für die kommende Spielzeit verpflichtet.

SVA-Ligamanager Philipp Mohr: „Absoluter Wunschtransfer!“

In Altengamme sind sie derweil froh, Johannsen endlich von einem Wechsel zum SVA überzeugt haben zu können. „Wir hatten ihn schon ein paar Jahre länger auf dem Schirm und immer mal wieder vorgefühlt“, verrät Ligamanager Philipp Mohr, der beim Gespräch über seinen ersten Sommer-Neuzugang ins Schwärmen gerät: „Sportlich und charakterlich ist Tiffy (Spitzname von René Johannsen, d. Red.) top und passt daher einwandfrei ins Altengammer Konzept. Wir haben in der Defensive ein paar kleine Schwachstellen ausgemacht und hoffen nun, dass er sie füllen kann. Er ist ein Spieler mit Leader-Qualitäten und ein absoluter Wunschtransfer von uns! Tiffy hat bewiesen, dass er Landesliga-Qualitäten hat.“ Für den Bezirksliga-Siebten SCVM, der aktuell 16 Zähler hinter Platz zwei liegt und 19 Punkte Abstand zum Spitzenreiter Oststeinbek hat, lief Johannsen in dieser Spielzeit 14 Mal auf, erzielte dabei einen Treffer und hat hinter Finn Busch mit 1260 Minuten die zweitmeisten Spielminuten auf dem Buckel.

Olaf Stegmann begleitete René Johannsen jahrelang beim SCVM. Foto: Herzog

Seit 2014 spielte der 28-Jährige bis zum vergangenen Sommer für die zweite Herren der Rot-Weißen. Seine Anfänge beim SCVM machte er unter dem damaligen Trainer Olaf Stegmann. In der Aufstiegssaison 2014/15 sei Johannsen „einer der Leistungsträger und immer hoch angesehen“ gewesen. Der heutige Sportliche Leiter des Vereins freut sich für seinen langjährigen Weggefährten: „Er hat sich bei uns gut verhalten und wünscht sich mit seinen 28 Jahren noch einmal, in die Landesliga zu gehen. Ich habe immer gesagt, dass wenn einer das Zeug dazu hat, wir das nicht blocken werden – und zu dem Wort stehe ich. Er wird mit Sicherheit irgendwann zurückkommen. Ich kann seinen Schritt nachvollziehen und er wird das schaffen. Ich freue mich einerseits für ihn, andererseits sehe ich den Abgang eines herzensguten Menschen natürlich mit einem weinenden Auge.“ Johannsen ist derweil zwar der erste SCVM-Abgang im kommenden Sommer, doch sicher nicht der letzte. Stegmann: „Es wird sich was tun bei uns. Mehr dazu dann im März. Wir nehmen uns Zeit bis dahin.“

Johannsen voller Vorfreude: „Ich weiß, was das in Altengamme für ein geiler Haufen ist!“

In demselben emotionalen Zwiespalt wie sein langjähriger Übungsleiter steckt auch der Spieler selbst. „Na klar fällt mir der Wechsel schwer. Ich bin dort aufgestiegen, habe viele Freundschaften geschlossen und mich nochmal weiterentwickelt“, verrät Johannsen auf BOLZJUNGS-Nachfrage, der voller Vorfreude in Richtung neue Saison blickt: „Ich brauche einfach einen Tapetenwechsel und freue mich sehr auf Altengamme. Mir persönlich ist vor allem das menschliche wichtig. Und dort passt es sowohl sportlich, da es mich reizt, eine Liga höher zu spielen, als auch menschlich super.“ Der 28-Jährige hatte neben dem SV Altengamme auch noch Gespräche mit den beiden SVA-Staffelkonkurrenten FC Voran Ohe und dem SV Nettelnburg/Allermöhe. Johannsen aber entschied sich für ein Engagement am Gammer Weg, denn: „Ich weiß, was das dort für ein geiler Haufen ist!“