Ruven Scharnberg verlässt Düneberg und schließt sich „gestandenem Landesliga-Team“ SVNA an

Dünebergs Spielmacher Ruven Scharnberg zieht es im Sommer zum Ligakonkurrenten SVNA. Foto: Herzog

Der Düneberger SV steht mit aktuell 22 Zählern in der Landesliga Hansa über dem Strich – daran hat auch Ruven Scharnberg einen großen Anteil. Der 22-jährige Mittelfeldspieler kämpft dennoch weiterhin mit seinem Jugendklub gegen den Abstieg, zwei Punkte trennen das Team vom Silberberg aktuell von den Abstiegsrängen. Um diesen Sorgen in der kommenden Saison zu entgehen, entschied Scharnberg sich für einen Wechsel innerhalb der Liga zu einem „gestandenen Landesliga-Team“ – und wird künftig am Henriette-Herz-Ring für den SV Nettelnburg/Allermöhe auflaufen.

SVNA-Kontakt über ehemaligen DSV-Mitspieler

Scharnberg ist ein klassisches Eigengewächs des Geesthachter Stadtteilklubs, versuchte sich in der Umgebung auch bei der TuS Dassendorf und dem SC Schwarzenbek, ehe es ihn über den Umweg TSV Sasel im Sommer 2017 zurück zu seinem Jugendverein Düneberg zog. Nun aber möchte der Spielmacher den nächsten Schritt machen. „Ich denke, mit dem SVNA spiele ich unter den Top Fünf mit“, erklärt der Blondschopf. „Außerdem sehe ich bei SVNA eine gute Perspektive, mich weiterzuentwickeln und noch einen Schritt zu machen.“ Den ersten Kontakt gab’s über Nettelnburgs Ligamanager Jan Arp – und Scharnbergs ehemaligen DSV-Mitspieler Dominik Schindler, den es im Winter zurück an den Henriette-Herz-Ring zog. „Jan Arp hatte sich bei ‚Schindi‘ (Dominik Schindler, Anm. d. Red.) über mich informiert und dadurch, dass ich zu ihm einen guten Draht hatte, hat er mich angerufen und mir einen ersten Eindruck von dem Umfeld gegeben“, so der SVNA-Neuzugang, der auch andere Angebote hatte, sich aber bewusst für den aktuellen Landesliga-Fünften entschied. „Sie spielen seit mehreren Jahren immer eine gute Rolle in der Landesliga und dazu möchte ich natürlich nächste Saison noch ein Stück mehr zu beitragen.“

Doch natürlich fällt der Abschied vom eigenen Jugendklub noch einmal besonders schwer – so auch bei Scharnberg, der erklärt: „Ich kenne den Verein schon sehr lange, kenne jeden auf dem Sportplatz und im Team spielen langjährige Freunde von mir. Außerdem hatte ich auch zu Tornie (DSV-Trainer Dennis Tornieporth, Anm. d. Red.) ein gutes Verhältnis, er ist ein sehr guter Übungsleiter. Ich habe lange überlegt, was die richtige Entscheidung ist. Aber ich bin am Ende zu dem Entschluss gekommen, dass ich den nächsten Schritt machen sollte und den werde ich beim SVNA machen.“ Und das ganz zur Freude der Nettelnburger Verantwortlichen.

Daniel Andrade-Granados: „Ruven kann unsere Stärken mit seinem Spielwitz stärken.“

SVNA-Trainer Daniel Andrade-Granados freut sich auf Neuzugang Ruven Scharnberg. Foto: Herzog

„Wir freuen uns sehr über den Zugang von Ruven Scharnberg. Er hat in der jüngsten Vergangenheit bewiesen, dass er ein wertvoller Spieler ist. Vom sportlichen Wert aber auch vom Charakter her ist Ruven eine absolute Verstärkung“, betont SVNA-Trainer Daniel Andrade-Granados, der sich konkret über eine Eigenschaft des Offensivspielers freut. „Er arbeitet und spielt in beide Richtungen. Ruven kann unsere Stärken mit seinem Spielwitz stärken“, freut sich der Übungsleiter. Neben Scharnberg werden einige Juniorenspieler zur kommenden Saison zum Kader des Landesligisten stoßen – in entsprechenden Planungen und Gesprächen befinden sich die Vereinsoffiziellen. „Wir verfolgen ganz konkret das Ziel, in unseren Kader wieder mehr die SVNA-DNA reinzukriegen. So wollen wir gezielt neben erfahrenen Spielern junge Akteure mit einer Nettelnburger Vereinshistorie einbinden“, erklärt Andrade-Granados.

Fünf weitere Neuzugänge – vier davon aus dem Nachwuchs

Neben Scharnberg kommt auch der 21-jährige Mittelfeldspieler Kirill Beigel vom Kreisligisten BFSV Atlantik 97. Zudem stoßen Mert Ali Altun (17 Jahre) vom SC Victoria Hamburg sowie die drei SVNA-Jugendspieler Dennis Öztürk (18), Noah Pawlikowski (17) und Philip Stefaniuk (18) hinzu. Diese Personalien verkündeten die Vereinsoffiziellen des SV Nettelnburg/Allermöhe in einer Pressemitteilung.