SVNA verschafft sich mit 4:2-Sieg gegen den direkten Konkurrenten Düneberger SV Luft im Abstiegskampf

Nettelnburgs Dominik Schindler (Nr. 9) und Ruven Scharnberg (Mitte) gratulieren Justin Rönnau zum Tor. Foto: BOLZJUNGS

SV Nettelnburg/Allermöhe – Düneberger SV 4:2 (2:1)
Landesliga Hansa, 11. Spieltag (Fr., 04.10.19, 19.00 Uhr)

In dieser Szene wurde offensichtlich, dass es trotz des frühen Zeitpunkts in der Saison (11. Spieltag) für den SV Nettelnburg/Allermöhe und den Düneberger SV in der Landesliga Hansa schon um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg geht: Nach dem 2:3-Anschlusstreffer von Dünebergs Kapitän Joscha Behrens (75.) wollten die Gäste den Ball für den Anstoß zügig aus dem Tor holen, die SVNA-Kicker warfen sich dazwischen. Eine kleine Rudelbildung war die Folge. „Das war hier heute ein Sechs-Punkte-Spiel“, wusste auch SVNA-Trainer Daniel Andrade-Granados – der durch den 4:2-Sieg gegen den direkten Konkurrenten DSV zwar ’nur‘ drei Zähler sammeln konnte, dafür aber drei immens wichtige.

Ex-Düneberger Ruven Scharnberg trifft zur 1:0-Führung für den SV Nettelnburg/Allermöhe

Der Tabellen-13. vom Silberberg startete mit einem Schussversuch von Moyed Elghrari in das Duell (3.), auf der Gegenseite versuchten sich Timo Czech (7.) und Fabian Reimers als Erste (12.). Doch die beste Gelegenheit gehörte Dünebergs Tolga Cosgun, der am Pfosten scheiterte (18.). Diese vergebene Chance bestrafte SVNA-Mittelfeldspieler Ruven Scharnberg dann wenige Minuten später eiskalt: Routinier Dominik Schindler beförderte einen langen Einwurf quer durch die DSV-Defensive vor die Füße Scharnbergs, der Ex-Düneberger schob souverän zum 1:0 ein und jubelte mit dem ausgestreckten Zeigefinger vor dem Mund (25.). „Ich hatte ihm vor dem Spiel gesagt, dass er einfach Spaß haben soll“, berichtete sein Coach Andrade-Granados, angesprochen auf den Düneberger Jugendspieler, den es im Sommer vom Silberberg an den Henriette-Herz-Ring zog. Und die Gastgeber legten prompt nach: Tom-Philipp Müller von links auf den Kopf von Justin Rönnau – 2:0. „Beide Gegentore waren individuelle Fehler. Da erwarte ich, dass man das in der Landesliga verteidigt“, ärgerte sich DSV-Trainer Dennis Tornieporth, der kurz darauf noch den 1:2-Anschlusstreffer von Dennis Utecht, bei dem SVNA-Schlussmann Fynn Körner nicht gut aussah, mit ansehen durfte (38.). „Das Gegentor war einfach ätzend und hat uns den Boden unter den Füßen weggezogen“, so Andrade-Granados, dessen Team darauf folgend auch nach dem Wiederanpfiff nicht mehr so auftrat, wie zu Beginn der Partie.

Dünebergs Anil Karabey versuchte sich als Erster im zweiten Abschnitt (58.), fand jedoch nicht den Torerfolg. Die Gäste wurden immer besser, machten „in der zweiten Hälfte ein deutlich besseres Spiel“ (Tornieporth). Doch ein Doppelpass von Fabian Reimers und dem eingewechselten Torschützen Anton Wischnewski bescherte dem SVNA nach 70 Minuten das 3:1. Dass durch diesen Treffer eine große Last abfiel, zeigte Andrade-Granados mit seinem Jubellauf an der Seitenlinie entlang, den der Übungsleiter mit einem Freudensprung vollendete. Doch ans Aufgeben dachten die erstarkten Düneberger trotz des Gegentores nicht: Den Abpraller nach einem Pfostenschuss von Aron Pauels nutzte Behrens, wie eingangs beschrieben (75.) – doch zu mehr reichte es für die Gäste, bei denen Pauels noch Gelb-Rot sah (88.), nicht mehr. Sie machten auf und drängten auf den Ausgleich. Philip Stefaniuk nutzte den daraus entstandenen Raum und schob nach einem Konter in der Nachspielzeit zum 4:2-Endstand ein (90.+5). „Das war hier heute ein absolut wichtiges Ergebnis gegen einen direkten Mitbewerber!“, schloss Andrade-Granados, der mit seinem SVNA auf Rang elf vorrückt und den Gegner auf einen Abstiegsplatz beförderte. Tornieporth stellte abschließend passend dazu klar: „Wer an irgendetwas anderes als Abstiegskampf denkt, dem ist nicht mehr zu helfen. Um nichts anderes geht es. Um gar nichts anderes.“

SVNA: Körner; Feilke, Pawlikowski, Spiewak; Stefaniuk, Rönnau (67. N. Reimers), F. Reimers, Müller; Scharnberg, Czech (82. Schade); Schindler (59. Wischnewski)
DSV: Kikillus; Pauels, Wolter, Behrens, Faqiri (87. Hoffmann); Özcerkes, Karabey (74. Tunc); To. Cosgun; Voigt, Utecht, Elghrari