Tim Stegmann folgt René Johannsen: SCVM-Kapitän zieht es ebenfalls zum SV Altengamme

SCVM-Kapitän Tim Stegmann wechselt im Sommer vom Bezirksligisten zum SV Altengamme. Foto: Herzog

Er ist beim SC Vier- und Marschlande so etwas wie die große Identifikationsfigur, der Leader, der Anführer – und der Kapitän. Seit elf Jahren schlüpft Tim Stegmann nun bereits in das Trikot der Vierländer. Doch diese aktuelle, ob des klar misslungenen Erreichens des Saisonziels Aufstieg, schwierige Spielzeit wird vorerst seine letzte bei den Deichkickern sein. Denn den 27-Jährige schließt sich im Sommer – wie bereits zuvor sein kongenialer SCVM-Abwehrpartner René Johannsen – dem Landesligisten SV Altengamme an.

Tim Stegmann: „Das Gesamtpaket stimmt in Altengamme einfach!“

Der SVA und Tim Stegmann. Das scheint wie die berühmte Faust aufs Auge zu passen. „Für mich kam nur ein Wechsel nach Altengamme in Frage. Ansonsten wäre ich beim SCVM geblieben“, stellt der Innenverteidiger gegenüber BOLZJUNGS klar. Der Altengammer Neuzugang kennt neben Johannsen diverse weitere Akteure – und vor allem Coach Jörn Geffert – bestens. Der 51-Jährige war bereits zu Stegmanns Zeiten bei der TuS Dassendorf sein Übungsleiter. „Das Gesamtpaket stimmt in Altengamme einfach. Ich weiß natürlich aber zudem auch, was ich an ‚Geffi‘ habe“, betont „Stegi“, wie er von seinen Mitspielern gerufen wird. Er wolle sich noch einmal eine Etage höher versuchen. Und das beim SVA – was vor allem seinen künftigen Ligaobmann Philipp Mohr sehr freut: „‚Stegi‘ hat sich mehrere Jahre Zeit gelassen, ich denke der Schritt ist gut überlegt. Der Wechsel geht mit mehreren Jahren Verspätung über die Bühne.“ Seit nunmehr drei Jahren buhlt der Landesligist nun bereits um die Dienste des zuverlässigen Defensivakteurs. „Wir sind – wie auch schon in den vergangenen Jahren – explizit auf ihn zugegangen. Dass sich ‚Tiffy‘ (René Johannsen, d. Red.) und ‚Stegi‘ dieses Jahr nun beide für einen Wechsel zu uns entschieden haben, ist ein Zufall“, erklärt Mohr weiter. „Aber ein sehr schöner.“

Vater und Sportlicher Leiter Olaf Stegmann: „Wir müssen ihm unheimlich dankbar sein!“

Olaf Stegmann ist Vater von Tim und Sportlicher Leiter des SCVM. Foto: Herzog

Der SCVM verliert, wie bereits eingangs angesprochen, den wohl wichtigsten Akteur in den eigenen Reihen. Doch Olaf Stegmann, Vater von Tim und Sportlicher Leiter der Vierländer, stellt auch klar: „Er hat hier elf Jahre richtig gute Arbeit geleistet. Dafür müssen wir ihm unheimlich dankbar sein. Er war sich für nichts zu schade.“ Die schwierigen Zeiten mit Abstiegen und verpassten Zielen hätten dem Führungsspieler auch vom Kopf her schwer zu schaffen gemacht. Olaf Stegmann weiter: „Er muss befreiter aufspielen und möchte auch mal vom Kopf her wieder frei sein. Zudem hat er mit ‚Geffi‘ (SVA-Coach Jörn Geffert, d. Red.) einen Trainer dort, den er kennt. Bei uns entsteht ein riesiges Loch, da muss man sich nichts vormachen.“ Das Loch, welches der 27-Jährige beim SCVM, für den er „bis zur letzten Minute alles geben“ werde, hinterlässt, schließt er dann bei seinem neuen Klub SV Altengamme. „Er passt genau ins Profil. Tim (SVA-Neuzugang Tim Stegmann, d. Red.) bringt Oberligaerfahrung und Führungsqualitäten mit. Aufgrund der jungen Altersstruktur mussten wir auch Erfahrung dazu holen“, erklärt SVA-Ligaobmann Mohr, um abschließend mit einem Lächeln im Gesicht zu betonen: „Wir haben wieder einmal die zahlungsfähige Konkurrenz ausgeschaltet!“