Torwart-Rotation beim Landesligisten FC Voran Ohe: Michél Thomä geht, Stanislaw Lenz kommt

Wird in der kommenden Saison das Tor des FC Voran Ohe hüten: Stanislaw Lenz (hier im Trikot des SC Condor). Foto: Bode

Am Montagabend (27.05.19) kommunizierte der SV Eichede auf seiner Facebook-Seite die Rückkehr von Torwart Michél Thomä zum Flens-Oberligisten aus Schleswig-Holstein (s. Transferticker vom 27.05.19). Von Juli 2015 bis Juli 2017 hütete der 30-jährige Keeper bereits das Gehäuse des SVE, ehe er über die Station TSV Sasel II im vergangenen Sommer an den Amselstieg zum FC Voran Ohe wechselte. Doch nach nur einer Saison ist schon wieder Schluss für Thomä beim Landesligisten – obwohl die Verantwortlichen und der Keeper eine andere Richtung eingeschlagen hatten. „Wir sind aus allen Wolken gefallen, als Michél (der scheidende Torwart Michél Thomä, Anm. d. Red.) uns am Sonntag eine halbe Stunde vor dem Spiel beim VfL Lohbrügge über seinen Wechsel informiert hatte“, beschreibt FCVO-Teammanager Daniel Schmitt seine erste Reaktion auf den angekündigten Abgang seines Schlussmanns. „Wir hatten bereits im Februar miteinander gesprochen und dort hat er uns sein Wort gegeben – darauf haben wir uns verlassen. Wir wussten zwar, dass er schon im Winter Anfragen hatte, die hatte er aber abgelehnt“, erläutert Schmitt. „Ich freue mich für ihn und gönne es ihm auch, in der Flens-Oberliga zu spielen. Aber wie das zustande gekommen ist, ist blöd und hat einen faden Beigeschmack“, sagt der Teammanager.

Verlässt den FC Voran Ohe nach nur einem Jahr wieder und schließt sich dem SV Eichede an: Keeper Michél Thomä. Foto: Herzog

Doch Schmitt hat sich nicht lange über den plötzlichen Abgang geärgert, sondern direkt um einen Ersatz gekümmert – und ist bereits einen Tag nach dem feststehenden Abgang von Thomä fündig geworden. Vom Oberliga-Absteiger SC Condor wechselt Stanislaw Lenz an den Amselstieg. „Wir standen schon in den vergangenen ein, zwei Jahren mit ihm in Kontakt – doch da hatte er sich nochmal für die Oberliga entschieden. Aus diesem Grund war es in dieser Situation relativ einfach, den Kontakt wieder herzustellen“, beschreibt Schmitt den Prozess der Kontaktaufnahme, der lediglich ein Gespräch beinhaltete. „So reichte ein Telefonat, um Stanislaw (Neuzugang Stanislaw Lenz, Anm. d. Red.) davon zu überzeugen, dass er bei uns an der richtigen Adresse ist“, betont der Teammanager, der davon überzeugt ist, dass der ehemalige Keeper der TuS Dassendorf sportlich und menschlich zum „weißen Ballett“ passe, um in der Landesliga weiterzuhelfen.

„Als sich Daniel bei mir gemeldet hat, ging es ganz schnell und wir sind uns sofort einig geworden.“

Diesen kurzen Entstehungsprozess des Wechsels bestätigt auch der Keeper selbst in seinen Aussagen. „Ich kenne Daniel (FCVO-Teammanager Daniel Schmitt, Anm. d. Red.) aus der Zeit in Dassendorf und wir haben uns immer wieder mal geschrieben. Der Kontakt ist dabei nie abgerissen“, sagt Lenz, für den ein Tapetenwechsel bereits frühzeitig fest stand. „Für mich stand nach der Winterpause mit dem bekannten Trainerwechsel beim SC Condor früh fest, dass ich den Verein definitiv verlassen möchte. Ich habe mit paar Vereinen Gespräche geführt – aber als sich Daniel bei mir gemeldet hat, ging es ganz schnell und wir sind uns sofort einig geworden“, erklärt der 32-Jährige, der mit Nico Sandig und Neuzugang André Tschichholz bereits zwei Spieler aus gemeinsamen Zeiten beim Barsbütteler SV kennt. Für den Torwart, der über langjähriger Erfahrung in der Oberliga Hamburg (HSV Barmbek-Uhlenhorst, TuS Dassendorf, SC Condor) verfügt, ist der Schritt in die Landesliga kein Rückschritt – sondern vielmehr ein geplanten Vorhaben. „Da ich beruflich immer mehr eingespannt bin und auch mehr Zeit privat verbringen möchte, war für mich klar, dass nur alles ab der Landesliga wirklich Sinn macht“, sagt der neue Schlussmann des FC Voran Ohe abschließend.