Trainerwechsel bei Atlantik 97: Schreiber beerbt Ganguzza im Sommer – „Das Ziel ist die Meisterschaft!“

Trainerwechsel beim Kreisligisten BFSV Atlantik 97: Auf Gianfranco Ganguzza folgt im Sommer Alexander Schreiber. Foto: Herzog

Den Fußballern des BFSV Atlantik 97 stehen rosige Zeiten bevor. Im Juli wird die neue Sportanlage in Neuallermöhe samt Vereinshaus, Umkleidekabinen – und einem Kunstrasenplatz – eröffnet. Zwar war der enge Hartplatz in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 25 für die meisten Gästeteams des Kreisligisten stets eine große Hürde. Doch bei Atlantik 97 sind sie heilfroh über den neuen Untergrund. „Ich verspüre eine pure Vorfreude auf den neuen Platz in mir. Die Mannschaft ist technisch absolut fähig, auf Kunstrasen zu spielen. Es ist gut, dass der Grandplatz jetzt irgendwann mal weg ist“, stellt der erste Vorsitzende Vitali Rommel gegenüber BOLZJUNGS klar. Nicht mehr in den Genuss des neuen künstlichen Grüns kommt hingegen Trainer Gianfranco Ganguzza, der „sich dazu entschlossen hat, sein Amt als Trainer im kommenden Sommer niederzulegen“, wie es in einer Pressemitteilung des Vereins heißt.

Rommel erklärt: „Es war klar, dass Alex irgendwann Trainer bei Atlantik wird.“

Gianfranco Ganguzza hört bei Atlantik 97 im Sommer auf. Foto: Herzog

Die meiste Zeit seit seinem Amtsantritt im Sommer 2017 musste Ganguzza ohne Co-Trainer meistern. Aufgrund dessen sei der Übungsleiter laut dem Vorsitzenden Rommel „ein bisschen müde“. Intern habe sich das Ausscheiden des Coaches schon im November angedeutet, Ende des Jahres wurde schließlich der Wechsel auf der Bank fest gemacht. „Die Idee mit Alex (Alexander Schreiber, d. Red.) hatten wir schon seit längerem. Er ist unsere absolute Wunschlösung. Es war klar, dass er irgendwann Trainer bei Atlantik wird. Auch wenn das nun früher als ursprünglich angestrebt eintritt“, so der 31-jährige Rommel, der betont: „Die Trennung mit Franco (Trainer Gianfranco Ganguzza, d. Red.) geschah in beidseitigem Einverständnis. Das Verhältnis ist bestens, er wird sicher noch oft vorbeikommen, da er die Mannschaft ins Herz geschlossen hat.“ Nun hoffen sie beim BFSV, der derzeit auf Rang vier steht und nur drei Zähler Rückstand auf den Zweiten FSV Geesthacht hat, dass sie dem scheidenden Ganguzza den Vizemeister-Titel zum Abschied mit auf den Weg geben können. Rommel stellt daher klar: „Wir wollen uns diesen zweiten Platz holen! Wir haben Franco viel zu verdanken und wollen ihm diesen positiven Abschied geben.“

Schreiber steigt mit großen Ambitionen ein: „Das Ziel ist die Meisterschaft!“

Beim Ziel für die kommende Spielzeit geht der neue Übungsleiter gleich mal in die volle Offensive. „Wenn es diese Saison nicht gelingt, ist klar, dass in der kommenden Spielzeit ganz klar der Aufstieg das Ziel ist“, so Schreiber, der sich dann im Nachgang noch einmal selbst verbessert: „Nein, die Meisterschaft.“ Eine Erklärung für diese Aussage liefert der 33-Jährige ebenfalls: „Wir sind aktuell noch in Gesprächen, aber es sieht so aus, als wenn alle jetzigen Spieler bleiben. Auch mit drei, vier externen Spielern unterhalten wir uns derzeit. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir nächste Saison wieder einen sehr starken Kader haben werden!“ Für Schreiber, der beim BFSV mit Thomas Brasch und Andreas Glasner zwei langjährige Freunde als Co-Trainer zur Seite haben wird, ist die Position des Chefcoaches nach dem Spielerdasein, der Rolle des spielenden Co-Trainers, des Übergangstrainers und zuletzt nach eigener Aussage des „Spielermanagers“ eine weitere neue Sichtweise in dem Neuallermöher Verein, bei dem er in dieser Spielzeit aber nicht mehr aktiv sein wird: „Wir haben gerade ein Kind bekommen, daher spiele ich aufgrund der Nähe zu meinem Wohnort Melbeck aktuell bis zum Sommer beim SV Ilmenau (Bezirksliga Lüneburg, d. Red.).“ Das vor neun Tagen stattgefunde Testspiel zwischen seinem jetzigen und seinem künftigen Klub endete übrigens 3:2 für Atlantik 97, Schreiber stand dabei für den SVI in der Startelf, betrat den Noch-Grandplatz am Marie-Henning-Weg somit als Mitglied des Gastvereins – wohl zum letzten Mal. Auch der neue Coach freut sich auf das kommende künstliche Grün beim BFSV: „Der Grandplatz war in den vergangenen zwei Jahren kein Vorteil mehr, da wir spielerisch sehr stark geworden sind.“

Der Baubeginn ist für März oder April geplant, das Team muss somit für rund drei Monate im Saisonendspurt für Training und Heimpartien ausweichen. Die wohl einfachste Lösung wäre da der Gang auf die kürzlich fertiggestellte Anlage des ETSV Hamburg – denn der Bezirksligist trainierte zur Zeit des Umbaus am Mittlerer Landweg seinerseits auf der Anlage des BFSV. „Wir sind in guten Gesprächen mit dem Bezirksamt und dem ETSV und werden künftig wohl dort samstags unsere Heimspiele austragen“, erklärt der Vorsitzende Rommel. Das aber dann noch mit Ganguzza an der Seitenlinie.