TuS Dassendorf verpflichtet Kerim Carolus – Co-Trainer Benjamin Kruk kommt, Mirko Petersen muss gehen

Nun sind sie erstmals im Herren-Bereich vereint: TuS-Neuzugang Kerim Carolus im Trikot des HSV II (l.) und sein Bruder Rinik. Foto: TuS Dassendorf

Immer mal wieder hielt sich Kerim Carolus bei der TuS Dassendorf fit. Kein Wunder, denn in Rinik Carolus kickt sein sieben Jahre älterer Bruder beim Oberliga-Serienmeister. Nun entschied sich der 24-Jährige erstmals für ein Engagement am Wendelweg. Per sofort stößt der in Oststeinbek wohnende Innenverteidiger zum Team von Trainer Elard Ostermann. „Er soll die entstandene Karikari-Lücke (Jeremy Karikari zieht nach Osnabrück, d. Red.) füllen. Wir freuen uns sehr und sind stolz, dass die beiden (Carolus und Neuzugang Tarec Blohm, d. Red.) sich für uns entschieden haben“, erklärt Liga-Manager Alexander Knull in einer Pressemitteilung. Dassendorf setzte sich dabei gegen diverse – auch höherklassigere – Vereine im Werben um Kerim Carolus durch. Ausschlaggebend war dabei logischerweise sein Bruder Rinik.

Zwar bleibt der Königstransfer (75.000 € Marktwert) nur bis zum Sommer am Wendelweg, da der 24-Jährige sich dann wieder höherklassig orientieren will. Doch angesichts der diversen defensiven Abgänge und verletzungsbedingten Ausfälle macht dieser Transfer auch für die wenigen Monate für alle Seiten Sinn. Zuletzt kickte Carolus vor seinem halbjährigen USA-Aufenthalt für die Zweite des FC St. Pauli in der Regionalliga Nord, auch für den HSV II lief der beim SC Concordia Hamburg ausgebildete Kicker bereits auf. Carolus ist nach Tarec Blohm der zweite Winter-Neuzugang der TuS, im Sommer stößt neben Len Aike Strömer vom Oberliga-Konkurrenten SC Victoria Hamburg zudem dann „das 21-jährige Top-Talent „(Liga-Manager Knull) Jesper Garbers vom Bezirksligisten ETSV Hamburg dazu. Des Weiteren seien bereits diverse Vertragsverlängerungen mit den vorhandenen Spielern unter Dach und Fach.

Benjamin Kruk wird „Co“ von Jean-Pierre Richter – Petersen und Ahrens müssen gehen

Auch im Trainerstab wird sich zum Sommer einiges tun. Es ist Gang und Gebe, sowohl im Profi- als auch im Amateurfußball. Kommt ein neuer Chefcoach, nimmt dieser zumeist seinen eigenen Trainerstab mit – so auch Jean-Pierre Richter. Der 31-Jährige tritt im Sommer die Nachfolge des scheidenden Übungsleiters Elard Ostermann an und wird, wie der Verein nun verkündete, seinen Co-Trainer Benjamin Kruk vom SC Victoria Hamburg mitnehmen. „Er wird sich zuvorderst um die beiden Keeper kümmern, aber auch Aufgaben im Mannschaftstraining übernehmen“, erklärt Liga-Manager Knull. Neben dem Fitnesscoach Jogi Ohle soll außerdem Sturm-Routinier Marcel von Walsleben-Schied in den Trainerstab eingebunden werden und Aufgaben übertragen bekommen.

Für Co-Trainer Mirko Petersen ist im Sommer notgedrungen Schluss bei Dassendorf. Foto: Herzog

Wohl oder übel muss für den kommenden „Co“ der aktuelle weichen. Für Mirko Petersen ist somit im Sommer nach einem Jahr das Kapitel am Wendelweg auch schon wieder beendet. „Ich bin immer noch traurig, dass nach einem Jahr schon wieder Schluss ist. Ich glaube, ich habe ein gutes Verhältnis zur Mannschaft. Natürlich ist diese Entwicklung aber auch völlig legitim, denn jeder Trainer bringt seine Vertrauensperson mit. Das war bei Elard (Chefcoach Elard Ostermann, d. Red.) und mir genauso“, so Petersen über seine Gefühlswelt. Davon erfahren hat der 49-Jährige in einem Gespräch mit den TuS-Vereinsoffiziellen nach dem 2:0-Testspielsieg beim Regionalligisten FC St. Pauli II (26. Januar). Trotz dieser Nachricht blickt Petersen nun positiv gestimmt voraus: „Wir haben noch eine große Aufgabe vor uns, die wir hoch professionell angehen werden. Der Rest wird beiseite geschoben, da wir am Ende wieder jubeln wollen. Gemeinsam.“ Mit Petersen wird auch Sandro Ahrens die TuS verlassen. Auch der Vertrag des Torwart-Trainers wird nicht verlängert.