VfL Lohbrügge: Kapitän Anto Zivkovic bleibt am Binnenfeldredder – mit zeitlicher Einschränkung

Kapitän Anto Zivkovic wird auch in der Saison 2019/20 für den Landesligisten VfL Lohbrügge auflaufen. Foto: Herzog

Die Bombe ließ er selbst platzen! Drei Tage vor dem Oberliga-Aufstiegsspiel gegen den FC Union Tornesch sagte Anto Zivkovic: „Da es vielleicht mein letztes Spiel sein wird, habe ich für mich entschieden, auf jeden Fall auch Spaß zu haben, richtig Spaß am Fußball zu haben.“ Zu diesem Zeitpunkt kurz vor der entscheidenden Partie wollte der Kapitän diese überraschenden Aussagen nicht weiter ausführen. Das mit dem Aufstieg hat bekanntlich nicht geklappt – soll aber in der Spielzeit 2019/20 nachgeholt werden. Und siehe da: Dabei wird auch Anto Zivkovic helfen! Denn nach einigen Tagen Überlegungszeit und mehreren Gesprächen mit den Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Mato Mitrovic steht fest, dass Zivkovic auch in der nächsten Spielzeit am Binnenfeldredder bleibt – wenn auch mit einer zeitlichen Einschränkung. „Obwohl ich andere Angebote hatte, die auch zeitlich besser gepasst hätten und eine neue sportliche Herausforderung gewesen wären, habe ich sie abgelehnt. Ich wollte unbedingt beim VfL bleiben und möchte zusammen mit der Mannschaft unser großes Ziel erreichen“, erläutert der gebürtige Kroate, ehe er die persönlichen, erfreulichen Beweggründe erklärt, warum er in Zukunft zeitlich eingeschränkt sein wird.

„Ich werde Vater und da meine Frau und ich alleine in Hamburg sind, braucht sie meine Unterstützung. Deswegen weiß ich nicht, wie oft und wie stark ich meine Mannschaft unterstützen werden kann. Ich weiß es schon seit einiger Zeit, aber ich wollte es nicht offiziell sagen, bevor ich nicht mit der Mannschaft gesprochen habe“, so der 30-Jährige, der am Mittwoch (26.06.19) im Rahmen des ersten Lohbrügger Testspiels der Vorbereitung gegen den TSV Trittau (19.30 Uhr, Binnenfeldredder) noch ein abschließendes Gespräch mit Mitrovic hat. „Wie genau es für mich in der neuen Saison aussehen wird – besonders dann, wenn das Kind da ist – weiß ich nicht. Aber ich werde meine Bestes geben“, untermauert der offensive Mittelfeldspieler, ehe er anschließend eine Anekdote parat hat. „Das wird das erste Baby in der Mannschaft. Wir haben schon früher Späße darüber gemacht, wer aus der Mannschaft das erste Baby bekommt. Es gab drei Kandidaten mit Adam Hamdan, Co-Trainer Marko Schultz und mir. Die Kroaten planen schon die Feier, wenn das Baby kommt“, erzählt Zivkovic, der mit seiner Frau Monika den eigenen Nachwuchs im Januar nächsten Jahres erwartet, mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Diese Nachricht ist für die Verantwortlichen nach den zahlreichen sowie hochkarätigen Neuzugängen das nächste positive Zeichen für die ausgerufene „Mission Meisterschaft“. „Wir freuen uns, dass Anto (VfL-Spieler Anto Zivkovic, Anm. d. Red.) Vater wird und wir in unserer Lohbrügger Familie weiteren Zuwachs bekommen“, kommentierte Elvis Nikolic, der zusammen mit Sven Schneppel den Landesligisten trainiert, ehe er sich auf das Sportliche bezog. „Natürlich freuen wir uns, dass wir Anto (VfL-Spieler Anto Zivkovic, Anm. d. Red.) als Spieler und als Persönlichkeit behalten werden. Wir haben gesagt, dass wir in dieser Thematik – so wie in allen anderen Dingen – zusammenhalten und die Tatsache, dass er Vater wird, nicht als Einschränkung sondern als Bereicherung sehen. Vor allem ihn persönlich wird es bereichern“, erklärte Nikolic zufrieden.