Vierter Abgang beim FC Voran Ohe: Tarec Blohm wechselt zum Oberligisten TuS Dassendorf

Tarec Blohm (rot) wechselt per sofort vom Landesligisten FC Voran Ohe zum Oberligisten TuS Dassendorf. Foto: Zerbian

Sie waren zwischenzeitlich die Überraschungsmannschaft der Hinrunde in der Landesliga Hansa. Zehn Siege am Stück feierte der FC Voran Ohe und befand sich vom 13. bis zum 15. Spieltag auf dem zweiten Tabellenplatz – mit Tuchfühlung zur Oberliga. Doch nach der 1:3-Niederlage gegen den VfL Lohbrügge am 02. November vergangenen Jahres riss die Erfolgsserie. Nach dieser Pleite war Sand im Getriebe und beim Team von Trainer Rainer Seibert lief nicht mehr viel zusammen. 1:2 gegen Buxtehude, 0:1 gegen Dersimspor Hamburg, ein 2:2-Unentschieden nach 0:2-Rückstand gegen den SV Altengamme und eine 2:4-Niederlage zum Jahresabschluss gegen den SV Nettelnburg/Allermöhe. Durch die Schwächephase zum Abschluss des Jahres 2018 verabschiedete sich Voran Ohe „nur“ auf dem vierten Tabellenplatz in die Winterpause. Für den FCVO eigentlich ein mehr als erfolgreiches Zwischenzeugnis, nach dem bisherigen Saisonverlauf hätten die Stormarner allerdings auch ein, zwei Plätze höher stehen können.

Dennoch ist die Motivation bei der Seibert-Equipe, die sich seit dem 21. Januar wieder im Trainingsbetrieb befindet, für die ausstehenden Spiele wieder groß. „Wir wollen die restlichen elf Partien vernünftig absolvieren und mit frischer Energie nochmal richtig Gas geben, um noch ein paar Punkte einzusammeln“, blickt der Übungsleiter voraus und betont, dass „sich in diesen Spielen der ein oder andere Spieler nochmal präsentieren kann“. Zu diesen Spielern gehören seit der Winterpause vier Akteure aber nicht mehr dazu. Malte Janßen, Cenkay Ünal, Vasileios Raptis und Tarec Blohm haben den Landesligisten verlassen. „Cenkay Ünal hat wenig gespielt und hatte vom Anfahrtsweg her Probleme, da er keinen Führerschein und kein Auto besitzt, aus Nettelnburg zum Training zu kommen. Vasili Raptis hat nur 32 Minuten gespielt und war oft nicht beim Training. Und Malte Janßen ist beruflich sehr eingespannt“, begründet FCVO-Teammanager Daniel Schmitt drei der vier Abgänge, um auf ein Fazit zu kommen: „Mit allen Dreien haben wir uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt und die Drei haben auch verstanden, dass es in der jeweiligen Konstellation für beide Seiten keinen Sinn mehr macht. Von unserer Seite aus ist es nur fair, den Spielern zu sagen, dass sie es mit dieser Trainingsbeteiligung schwer haben, auf Einsatzzeiten zu kommen. Und das haben auch alle drei Spieler verstanden und akzeptiert.“

Doch beim vierten und neuesten Abgang war es eine andere Situation. Tarec Blohm, der erst kurz vor Schluss der Wechselperiode im vergangenen Sommer an den Amselstieg gewechselt war, verlässt die Oher per sofort und schließt sich dem Oberligisten TuS Dassendorf an. „Wir sind stolz, wieder einmal einen jungen Spieler in eine höhere Liga zu führen. Somit steht Tarec Blohm in einer Reihe mit Johann von Knebel (zum Regionalligisten FC Eintracht Norderstedt, d. Red.) und Leo Hebbeler (zum Oberligisten SC Condor, d. Red.), die im vergangenen Jahr ebenfalls den Sprung in höhere Mannschaften gewagt haben. Bei seriösen Angeboten von höherklassigen Vereinen legen wir unseren Spielern keine Steine in den Weg. Wir beraten unsere Spieler und schätzen die Situationen realistisch ein“, erklärt Schmitt. „Dassendorf hatte Bedarf und Tarec hat dort schon mit trainiert und bei einem Testspiel mitgespielt. Und wir sind uns ohne Probleme mit Dassendorf einig geworden, da wir ein gutes Verhältnis zur TuS pflegen“, betont der Teammanager, der selbst von 2016 bis 2018 beim Oberliga-Serienmeister als Betreuer tätig war. Dennoch gesteht Schmitt ein, dass der Abgang von Blohm „ein sportlicher Verlust“ sei, „gar keine Frage“. Das sieht auch Coach Seibert so. „Diesen Abgang müssen wir nun kompensieren. Aber wir wünschen Tarec natürlich alles Gute für seine Zukunft“, sagt der Trainer. Der Spieler selbst schätzt diesen Wechsel als „einen persönlichen Fortschritt“ ein, wie Blohm auf BOLZJUNGS-Nachfrage erklärt und fügt an: „Das ist eine geile Truppe, die ich in kurzer Zeit kennengelernt habe. Ich versuche jedes Training mein bestes zu geben um meine Chancen zu nutzen die ich bekommen werde und werde immer 110% geben.“

Diesen vier Abgängen stehen mit Justin Lösche, Marcel Leon Damaschke und Phil Krieter drei Neuzugänge gegenüber und somit umfasst der Kader aktuell 26 Spieler. „Ich gehe bei allen Neuzugängen fest davon aus, dass sie uns sportlich weiterbringen. Die Jungs sind jung, hungrig, voll im Saft und haben Bock. Das passt zu uns“, freut sich Teammanager Schmitt. Mittelfeldspieler Lösche war zuletzt beim VfL Lohbrügge aktiv war und trainiert schon einige Wochen beim FCVO mit, Abwehrspieler Damaschke wechselt von der zweiten Herren des HEBC an den Amselstieg. Der neueste Neuzugang ist Phil Krieter und war zuletzt beim Flens-Oberligisten (Schleswig-Holstein) SV Eichede aktiv und war vorher beim Bezirksligisten SC Wentorf auf Torejagd. Nun also Voran Ohe. „Wir haben uns definitiv nicht verschlechtert“, fasst Trainer Seibert die Bemühungen in der Wechselperiode zusammen. Manager Schmitt fügt hinzu: „Damit sind unsere Transferbemühungen für den Winter abgeschlossen.“